Vom 13. bis 21. September 2025 stand Tokio im Mittelpunkt der Leichtathletik-Welt. Im traditionsreichen „Japan National Stadium“ kämpften 2.203 Athlet:innen aus 198 Nationen um insgesamt 49 Weltmeistertitel. Auf der größten Bühne der Leichtathletik konnte auch Caroline zeigen, dass sich ihre Disziplin und Ausdauer im Training bezahlt gemacht haben.

Eine Saison der Durchbrüche

Die 24-jährige Trausdorferin sorgte schon im Vorfeld für Schlagzeilen: Bei der Track Night Vienna knackte sie erstmals die prestigeträchtige Zwei-Minuten-Marke über 800m, bei der Team-EM in Maribor blieb sie mit 1:58,95 unter der Norm für die Direktqualifikation. Der Sieg ISTAF Berlin (abermals unter 2:00min!) unterstrich ihre internationale Klasse, Einladungen zur Diamond League folgten.

WM-Debüt über 800 Meter

In Tokio ging Caroline mit viel Selbstvertrauen an den Start. Im ersten von sieben Vorläufen traf sie unter anderem auf Olympiasiegerin Keely Hodgkinson (GBR), die wie erwartet das Tempo vorgab. Nach einer ersten Runde in 59,59 Sekunden positionierte sie sich klug im Feld, griff 300 Meter vor dem Ziel an und lag kurzzeitig auf Semifinalkurs.

Doch im Zielsprint fehlten ihr wenige Zentimeter: Mit 2:00,25 Minuten belegte sie Rang 5 – nur acht Hundertstel hinter der direkten Qualifikation fürs Semifinale. Auch über die Zeitregel reichte es knapp nicht, am Ende blieb ihr Gesamtplatz 29 (von 56 gemeldeten Athletinnen).

Stimmen nach dem Rennen

„Es kam wie erwartet, alle wollten so nah wie möglich an Keely dranbleiben. Der Rennverlauf war sehr schwer, aber ich habe meine Chance genutzt und angegriffen. Am Ende hat es nicht gereicht, aber ich kann mir nichts vorwerfen“, erklärte Caroline gegenüber dem ÖLV.

Trotz der Enttäuschung überwog der Stolz: Die Burgenländerin bewies, dass sie zur Weltspitze gehört. Nach Jahren harter Arbeit hat sie ihr WM-Debüt mit einem starken Auftritt absolviert – und damit ein Kapitel burgenländischer Sportgeschichte geschrieben.

Der gesamte Verein ist stolz Caroline als Mitglied, Vorbild und Trainerin zu haben!

© ÖLV / Sonia Maleterova

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